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Autogenes Training |
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Historie
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Wirkungsweise
Der Ruhezustand des Körpers zeichnet sich durch bestimmte Empfindungen aus. Die Entspannung der Muskeln in den Gliedmaßen führt beispielsweise zu einem Schweregefühl, gute Durchblutung zu einem Gefühl der Wärme. Weitere typische Anzeichen der körperlichen Entspannung sind etwa ein normaler Blutdruck oder auch ein ruhiger Herzschlag und eine gleichmäßige, ruhige Atmung. Das sind körperliche Vorgänge, die vom vegetativen Nervensystem automatisch gesteuert werden. Ziel des AT ist es, diese Vorgänge willentlich zu beeinflussen und eine sogenannte „autogene Umschaltung“ zu erreichen. Mit AT lernt der Körper, sich auf ein Zeichen hin zu entspannen. Diese Zeichen heißen im AT „Formeln“, mit denen man auch in Stresssituationen eine schnelle Entspannung erreichen kann. Stressbedingte Störungen oder Krankheiten, die durch eine „Überaktivität“ des vegetativen Nervensystems entstehen (z.B. Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen), können durch das AT günstig beeinflusst werden.
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Das
Lernen Das Autogene Training wird in Gruppen- oder Einzelsitzungen unter Anleitung eines Arztes, Psychologen, oder Entspannungspädagogen innerhalb weniger Wochen erlernt. Voraussetzung ist die aktive Mitarbeit des Übenden, die ein regelmäßiges, tägliches Trainieren einbezieht. Andernfalls dauert das Erlernen des Autogenen Trainings etwas länger.
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Die
Übungen Ursprünglich bestand das AT aus sieben Übungen, die nacheinander Ruhe, Schwere und Wärme in den Armen und Beinen, eine Beruhigung des Pulses und der Atmung, Wärme im Sonnengeflecht (Bauch) und Kühle der Stirn durch Selbst-Suggestion hervorrufen. Da in der heutigen Zeit sehr viele Menschen unter Rückenschmerzen leiden, wurde eine weitere Übung hinzugefügt, die den Schulter und Nackenbereich lockert und entspannt.
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Die
Durchführung Die
Übungen können sowohl im Sitzen, als auch im Liegen durchgeführt
werden. Man beginnt mit der ersten Übung und fügt dann wöchentlich eine
weitere Übung hinzu. Zu jeder Übung gehört eine Formel, die den persönlichen
Bedürfnissen angepasst werden kann und die man sich verinnerlicht (leise
in sich hinein sagt und die Konzentration auf den angesprochenen Inhalt,
oder Körperteil lenkt). Eine Formel könnte z.B. so formuliert werden:
„Arme und Beine schwer“, oder „Arme und Beine angenehm schwer“.
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Grundstufe
Mittelstufe
Gegenstand der Mittelstufe des AT ist das Arbeiten mit Autosuggestionen, die auch Affirmationen oder Intentionale Formeln genannt werden. Voraussetzung hierfür ist, das Sie die Grundstufe des Autogenen Trainings erlernt haben. Jeder Mensch ist im entspannten Zustand empfänglich für Suggestionen. Egal ob andere sie einem geben, wie in der Hypnose, oder ob man sie sich selber gibt. Fortgeschrittene Teilnehmer des AT nutzen Affirmationen, um sich z.B. bestimmte Angewohnheiten, die sie ändern möchten (übermäßiges Essen usw) abzugewöhnen, um ein sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit / persönlichem Umfeld zu erreichen, oder die eigene körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Hierbei hängt die Wirksamkeit der Affirmationen von der Formulierung ab. Oberstufe
Die Oberstufe des autogenen Trainings dient der "aufdeckenden" Selbsterkenntnis. Sie ist mit der psychotherapeutischen Tiefenanalyse vergleichbar, jedoch werden die Einsichten vom Übenden selbstständig ohne Hilfe eines Therapeuten erarbeitet. Neben Fragen an sich selbst z.B. "wer bin ich?" oder "was soll ich tun?"; sind auch Suggestionen Inhalt der Oberstufe ( "ich nehme mich an" oder "ich bin zuversichtlich"). Die Schulung des visuellen Imaginationsvermögens z.B. das wahrnehmen beliebiger Farben, konkreter Gegenstände, die Schau innerer Werte, oder eigener Bilder mit bestimmter Zielsetzung, kann dazu verwandt werden, um die Arbeit mit Affirmationen zu unterstützen. Hierbei wird das Unterbewusstsein nicht nur auf verbalem Wege (über die Suggestionen), sondern auch auf visuellem Wege angesprochen.
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